Nous, femmes et hommes de l'Est - 3 : Herbst 2020

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„Im Grand Est ist es außergewöhnlich: Es gibt hier alles, was man braucht, um ein Spitzenunternehmen aufzubauen.“

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Luc Soler, Gründer und Geschäftsführer von Visible Patient - Strasbourg (67)

Wenn Leben digital gerettet werden

Vom „gut Essen“ über eine neu erfundene Kultur bis hin zum „besseren Behandeln“: Wir haben uns zu jenen aufgemacht, die konkrete Lösungen entwickeln, um die Gesellschaft voranzubringen. 
Kein Zweifel: Die wirtschaftliche Dynamik in der Region ist ungebrochen. Es zeichnet sich ein neuer, aufregender, von Innovation, Gemeinschaft und Solidarität genährter Horizont ab, der von unermüdlich arbeitenden Akteuren vor Ort getragen wird.

Die Kartografie des menschlichen Körpers. Viele haben davon geträumt, Luc Soler hat es gemacht. Dieser Medizin- und Informatikbegeisterte kann heute durch Kombination seiner beiden Leidenschaften Leben retten. Nach einer Doktorarbeit in Medizinischer Informatik wurde er Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung am IRCAD (Institut de Recherche contre les Cancers de l'Appareil Digestif; dt. Institut für die Forschung gegen Krebs im Verdauungstrakt), dem Forschungs- und Ausbildungszentrum in Straßburg, bevor er sein Unternehmen Visible Patient gründete. Es ging 2013 an den Start und bietet eine 3D-Modellierung der Organe von Patienten auf Grundlage klassischer Bildgebungsverfahren (Scanner, MRT etc.) an. „Im Grunde liefern wir die Kartografie eines menschlichen Körpers“, fasst er zusammen.


Die Vorteile liegen auf der Hand: Chirurgen können sich bestmöglich (auf Tablet oder Smartphone) auf ihre Eingriffe vorbereiten, da sie Größe und Zustand der Organe bereits im Voraus kennen, wodurch Operationsdauer, Fehler und Komplikationen verringert werden. In seinem mit Trophäen mit dem Schriftzug „Bester Papa“ und kleinen Figuren der Popkultur ausstaffierten Büro spricht der Wissenschaftler über einen der Fälle, die ihn besonders stolz machen. „Ein fünfjähriges Kind mit beidseitigem Nierentumor konnte dank unserer Technologie gerettet werden und beide Organe konnten erhalten werden.“

Der Grand Est ist bei medizinischer Innovation federführend.

Diese Technologie ist das Ergebnis von 15 Jahren Arbeit am IRCAD. Dieses Institut ist für Luc Soler eindeutig das Aushängeschild einer Region, die bei Medizin und Künstlicher Intelligenz ganz vorn mitspielt: „Hier ist es ganz außergewöhnlich. Es gibt alles, was man braucht, um ein Spitzenunternehmen aufzubauen. Das IRCAD ist weltweit einzigartig. Die Universitäten haben Spitzenniveau und man findet French Tech-Label von Nancy bis Mulhouse. Jeder kennt sich und man tauscht Ideen aus.“

In der Tat, die Branche ist konstant in Bewegung: Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und Versicherungen verpflichten sich immer öfter, seine Technologie in ihr Leistungsspektrum aufzunehmen, so dass Personen, die sich derartigen Eingriffen unterziehen, Erstattungen erhalten. Während andere Unternehmen an Innovationen arbeiten, um Erkrankungen besser vorhersagen und analysieren zu können, aber auch um Medizinstudenten das Lernen zu erleichtern. Eine Dynamik, die dazu führt, dass sich Visible Patient jeden Tag ein bisschen weiter entwickelt. Das Start-up flirtet mit Science Fiction-Szenarien: „Unsere Tätigkeit eröffnet Perspektiven für eine überraschende Zukunft. Unser Ziel ist die Erstellung eines Bildes in Augmented Reality, um den Chirurgen in Echtzeit anzuleiten. Wir gehen von der Karte zum GPS über. Früher oder später werden wir einen Autopiloten, natürlich unter menschlicher Kontrolle, haben.“ Wenn die Zukunft der Medizin in unserer Region geschrieben wird...

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